Wieder mal Organspende

Kall's Einwürfe

Ich weiß, dass ich damit den Tod eines bekannten Menschen etwas intrumetalisiere, aber das Thema liegt mir, wie Mitleser bereits gemerkt haben werden, am Herzen.

Die Familie des an einem Schädel-Hirn-Trauma verstorbenen Kanutrainers Henze hat der Organentnahme zugestimmt, und vier Organe wurden bereits transplantiert. Etliche Medien machten dann mit dieser oder ähnlichen Überschriften auf wie die Welt Toter Kanu-Trainer Henze rettet vier Menschenleben . So richtig passend finde ich das nicht, es hätte gereicht einfach nur zu schreiben, dass seine Organe transplantiert wurden.

Die Entscheidung der Familie verdient natürlich höchsten Respekt. Ich weiß nicht, wie Henze selbst zu dem Thema stand, und ob er seine Angehörigen über seine Ansichten informiert hatte. Aber hier ist wieder einmal davon die Rede, dass die Entscheidung von den Angehörigen getroffen wurde, vermutlich getroffen werden musste, weil vielleicht kein Organspendeausweis vorlag.

Die Angehörigen in dieser sowieso schon schwierigen Siatuation mit der Entscheidung zu belasten muss…

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Patientin scheitert vor Bundesverfassungsgericht

Was kann ich tun, wenn ich lebensbedrohlich erkrankt bin und mich gegen die Entscheidung eines Transplantationszentrums oder eines Arztes wehren will? Erste Maßstäbe formulierte jetzt das Bundesverfassungsgericht.

Quelle: Patientin scheitert vor Bundesverfassungsgericht

Organspende: Warum The Martin Agency das größte Arschloch der Welt feiert


Wohl ein jeder ist schon mal jemandem begegnet, den man gemeinhin als „Arschloch“ bezeichnen darf. The Martin Agency zeichnet in dem Film „The World’s Biggest Asshole“ jetzt das Bild eines solchen Menschen – und überrascht mit einer starken Botschaft.

Quelle: Organspende: Warum The Martin Agency das größte Arschloch der Welt feiert

App unterstützt Patienten nach Nierentransplantation | Surgical Tribune


BERLIN – Gesundheitsbezogene und therapieunterstützende Apps sind derzeit in aller Munde. Ob die Apps die Behandlung und Prävention von Krankheiten effektiv unterstützen können, ist bisher allerdings noch wenig erforscht. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Therapie-App MyTherapy haben nun ein gemeinsames Projekt gestartet, um das Potenzial eines mobilen Nachsorgeangebots für Patienten mit einer Spenderniere zu untersuchen.

Quelle: App unterstützt Patienten nach Nierentransplantation | Surgical Tribune

Cem Özdemir widmet sich dem Thema Organspende

Transplantationsregister – 2./3. Lesung – Bundesgesundheitsministerium

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Mehr Transparenz und Sicherheit in der transplantationsmedizinischen Versorgung“

Deutscher Bundestag verabschiedet das Gesetz zur Errichtung eines Transplantationsregisters

Berlin, 8. Juli 2016

Der Deutsche Bundestag hat gestern Abend in 2./3. Lesung das Gesetz zur Errichtung eines Transplantationsregisters verabschiedet.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „In Deutschland warten mehr als 10.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, mehr Menschen dazu zu bewegen, sich mit dem wichtigen Thema Organspende zu beschäftigen und ihre persönliche Entscheidung in einem Organspendeausweis festzuhalten. Das Transplantationsregister ist ein weiterer Schritt, das Vertrauen in die Organspende zu stärken. Es bündelt alle bundesweit erhobenen Daten von der Organentnahme bis hin zur Nachbetreuung nach einer Transplantation und schafft damit eine gesicherte Datengrundlage, auf der die Transplantationsmedizin weiterentwickelt werden kann. So können Patientinnen und Patienten in Zukunft noch gezielter und sicherer behandelt werden.“

Mit dem Transplantationsregister werden erstmals Daten von verstorbenen Organspendern, Organempfängern und Lebendspendern bundesweit zentral zusammengefasst und miteinander verknüpft. Das Gesetz sieht vor, auch Daten in anonymisierter Form zu nutzen, die bis zu 10 Jahre vor Inkrafttreten des Gesetzes bei den verschiedenen Einrichtungen erhoben wurden. Das Register soll langfristig unter anderem dazu beitragen, die Wartelistenkriterien sowie die Verteilung der Spenderorgane weiterzuentwickeln. Außerdem ist es möglich, die Datennutzung zu wissenschaftlichen Forschungszwecken im Bereich der Transplantationsmedizin zu beantragen.

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und der strenge Schutz der sensiblen Patientendaten stehen an erster Stelle. Daher ist eine ausdrückliche Einwilligung der Organempfänger und der lebenden Organspender für die Weitergabe ihrer Daten an das Transplantationsregister notwendig. Um die Vollzähligkeit der Registerdatensätze sicherzustellen, wird die Transplantationsregisterstelle beauftragt, jährlich zu überprüfen und darüber zu berichten, in welchem Maße Einwilligungen erteilt werden. Das Transplantationsregister wird unter der Aufsicht der Bundesbeauftragten für den Datenschutz (BfDI) stehen.

Der Gesetz legt fest, dass die Selbstverwaltungspartner (GKV-Spitzenverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft und Bundesärztekammer) geeignete Stellen mit der Errichtung und dem Betrieb einer Transplantationsregisterstelle sowie einer unabhängigen Vertrauensstelle für die Pseudonymisierung personenbezogener Daten vertraglich beauftragen.

Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates und wird im Herbst dieses Jahres in Kraft treten.

Quelle: Transplantationsregister – 2./3. Lesung – Bundesgesundheitsministerium

Das wichtigste Stück Fleisch

Der Mann macht beim Metzger eine Bestellung, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt #DaswichtigsteStückFleisch

Eigentlich hat Alexandra Namyslowski den Spot „Das wichtigste Stück Fleisch“ nur im Rahmen eines Filmseminars an der Uni gedreht. Doch sie fände es schade, ihn“nur als nettes Studenten-Projekt ad acta zu legen“. Auf der gleichnamigen Facebook-Seite will sie auf das Thema Organspende aufmerksam machen, um mehr Menschen dazu ermutigen, einen Organspendeausweis auszufüllen.

Für das Thema Organspende interessiert sich Namyslowski schon seit Jahren. Mit dem Video möchte sie den Menschen die Augen öffnen, „denn auf eine Organspende angewiesen zu sein, kann jeden treffen“, schreibt sie auf Facebook. Deshalb bettet die Studentin das Video in eine Kampagne ein: #DaswichtigsteStückFleisch.

Eine aktuelle Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt, dass 81 Prozent aller Deutschen „der Organ- und Gewebespende aufgeschlossen gegenüberstehen.“ Allerdings besitzt nur knapp ein Drittel aller Befragten einen Organspendeausweis. 16.000 Menschen in Deutschland warten derzeit auf ein neues Organ.

Vielleicht regt der Spot mehr Menschen dazu an, sich einen Ausweis zu besorgen.

Quelle: Huffington Post

Tag der Organspende – Kein Herz für andere?

Jeden Tag sterben in Deutschland drei Menschen, weil es kein passendes Spenderorgan für sie gibt. Dennoch verharrt die Zahl der Spender auf historisch niedrigem Niveau. Wir sprechen mit dem Transplantationsmediziner Johann Pratschke und dem Autoren David Wagner über die Ursachen.

Quelle: Tag der Organspende – Kein Herz für andere?

„Ein Mensch ist gestorben und wir fahren zum Essen“

Wenn man sie ruft, muss alles ganz schnell gehen. Eine Rettungssassistentin erzählt von dem täglichen Balanceakt zwischen Routine und Mitgefühl. Protokoll: Hans von der HagenIn unserer Serie „Wie ich euch sehe“ kommen Menschen zu Wort, mit denen wir täglich zu tun haben, über die sich die meisten von uns jedoch kaum Gedanken machen: eine Polizistin, ein Zahnarzt, eine Kassiererin oder ein Stotterer. Sie teilen uns mit, wie es ihnen im Alltag ergeht, wenn sie es mit uns zu tun bekommen – als Kunden, Patienten, Mitmenschen. Diesmal erzählt die Rettungsassistentin Charlotte S. von ihrem Alltag. Sie ist 20 Jahre alt und arbeitet seit drei Jahren im Rettungsdienst. Gerade hat sie zudem ein Medizinstudium begonnen.

Quelle: (1)“Wie ich euch sehe“ zu Rettungsassistentin – Gesellschaft – Süddeutsche.de

Deutscher Bundestag – Kritik an lückenhafter Datenerfassung

Berlin: (hib/PK) Gesundheitsexperten befürworten die Errichtung eines zentralen Transplantationsregisters, befürchten jedoch, das Projekt könnte durch eine lückenhafte Datenerfassung gefährdet werden. Auch der Bundesrat verweist auf diese Schwachstelle. Dem Gesetzentwurf (18/8209) der Bundesregierung zufolge dürfen die Daten der Organempfänger und der lebenden Organspender nur dann an das Zentralregister übermittelt und dort dauerhaft gespeichert werden, wenn Spender und Empfänger vorher eingewilligt haben. Sachverständige halten diese Regelung für verfehlt, wie am Mittwoch eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss ergab und auch aus den schriftlichen Stellungnahmen der Experten deutlich wird.

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) wies darauf hin, dass laut Transplantationsgesetz (TPG) die Spenderorgane nach Dringlichkeit und Erfolgsaussicht vergeben werden. Mangels valider Daten könnten jedoch die meisten Organe bisher nur nach Dringlichkeit vermittelt werden. Die geplante Regelung, wonach die Patienten einer Datenerfassung zustimmen müssen, wirke sich negativ aus. Eine verpflichtende Datenerhebung oder eine Widerspruchslösung wären sachgerechter. Die Bundesregierung wolle auch nicht auf die in der Vergangenheit erhobenen Daten zurückgreifen. Damit seien erste Ergebnisse des Registers erst in etwa zehn Jahren zu erwarten.

Auch das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA) plädierte für eine verpflichtende Datenübermittlung. Selbst wenn Patienten über die Bedeutung und Tragweite der Einwilligung aufgeklärt würden, könnten sie sich dem Entwurf zufolge für die Transplantation und gegen die Datenübermittlung entscheiden. Ebenso denkbar wäre, dass ein Patient nach einer Transplantation seine Einwilligung zur Datenübermittlung wieder zurückziehe. Wegen der geringen Fallzahlen könnten schon wenige fehlende Daten die Ergebnisse beeinflussen. Weiterlesen