Erste Crossover – Nierentransplantation in Berlin war erfolgreich

An der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist jetzt erstmals ein seltenes Verfahren der Nierentransplantation durchgeführt worden: Zwei Spender- und Empfängerpaare haben sich gegenseitig gesunde Nieren gespendet. „Über Kreuz“ nennt man den Vorgang, da hier jeweils der Partner eines Kranken dem Partner des anderen Spenders das Organ zur Verfügung stellt. Die Nierentransplantation ist bei Niereninsuffizienz im Endstadium die anerkanntermaßen beste Therapie. Lebendspendetransplantationen sind aber häufig aufgrund von Inkompatibilität nicht realisierbar. Oft sind Ehepartner zwar zur Spende bereit. Wenn aber eine falsche Blutgruppe vorliegt, sind Komplikationen vorprogrammiert. Im Idealfall finden sich zwei Paare mit optimalen Voraussetzungen, die dann gleichzeitig operiert werden. An der Nephrologischen Klinik am Campus Mitte haben vier Operationsteams diesen Eingriff nach aufwändiger Vorbereitung beider Spenderinnen und Empfänger durchgeführt – mit Erfolg: Zwei Wochen nach dem Eingriff haben die Empfänger die Klinik mit sehr guter Transplantatfunktion verlassen. Die Spenderinnen konnten schon nach fünf Tagen wieder nach Hause. Die Crossover-Transplantation wird zunächst auf Einzelfälle beschränkt bleiben, da insbesondere die Wahl der Spender- und Empfängerpaare kompliziert und rechtlich nicht klar geregelt ist.

Quelle; Charité – Universitätsmedizin Berlin: Erste Crossover – Nierentransplantation in Berlin war erfolgreich

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