Organspende – Das geschenkte Leben

WDR Fernsehen

Dienstag, den 18.01.2011 – Sendung verpaßt?

21:00 Quarks & Co: Organspende – Das geschenkte Leben
mit Ranga Yogeshwar
www.quarks.de
VT-Untertitel für Hörgeschädigte 

Vor fünf Jahren bekam Katie Zahn (36) von ihrer Mutter ein Geschenk, das
ihr das Leben rettete: eine Niere. Seit 1995 kämpfte die Musikerin, die
im Musical „König der Löwen“ die Solo-Flöte spielt, gegen eine
Autoimmun-Erkrankung, die die Nieren angreift und zerstört. Ranga
Yogeshwar begrüßt Katie Zahn und ihre Mutter im Studio und spricht mit
ihnen über den Kampf gegen die Erkrankung, über lebensbedrohliche
Momente und über das Gefühl, ein Organ zu spenden und ein fremdes Organ
in sich zu tragen. Quarks & Co forscht außerdem nach, warum es in
Deutschland zu wenig Spender gibt, zeigt, nach welchen Kriterien der
passende Empfänger für eine Spenderniere ausgesucht wird, und stellt ein
neues Verfahren vor, bei dem fast gar keine Medikamente zur
Unterdrückung des Immunsystems mehr nötig sind. Quarks & Co erklärt, wie
das Blut „gewaschen“ wird, wenn die Niere nicht mehr ausreichend
arbeitet, und ist dabei, wenn eine Frau, die an der Dialyse hing, eine
Niere von ihrem Ehemann bekommt.


– Zehn Jahre Kampf
Katie Zahn war 21 Jahre alt, als sie 1995 plötzlich extrem geschwollene
Füße und Augenlieder bekam und Wasser in der Lunge hatte. Die Diagnose:
nephrotisches Syndrom. Dabei zerstört das eigene Immunsystem die Nieren
unaufhaltsam. Fast fünf Jahre versuchten die Ärzte die Krankheit in
Schach zu halten, dann musste die junge Musikerin an die Dialyse. 2001
bekam sie eine Niere von ihrem Vater, die aber nach vier Jahren ihren
Dienst einstellte. 2005 schließlich spendete ihre Mutter eine Niere –
und ihr neues Leben begann. In Quarks & Co erzählen Mutter und Tochter
über ihre Beziehung zueinander, über Zeiten, in denen Katie Zahn über 30
Medikamente nehmen musste, und über die Musik, die immer ein
Rettungsanker für sie war.

– Warum gibt es so wenig Spender?
Wenn ein möglicher Organspender da ist, klingelt bei der Deutschen
Stiftung Organtransplantation das Telefon – zumindest theoretisch.
Praktisch sieht es anders aus: In NRW z. B. beteiligt sich nur jedes
zweite Krankenhaus. Dabei ist es für Kliniken und Ärzte eine gesetzliche
Pflicht, bei der Organspende mitzuarbeiten. Viele verstoßen dagegen.
Aber warum? Quarks & Co fragt nach, was sich in Krankenhäusern verändern
muss, damit sich mehr Menschen für eine Organspende entscheiden.

– Die „Nierenlotterie“ der Eurotransplant-Warteliste
In Deutschland warten derzeit etwa 8.000 Menschen auf eine Niere – und
auf einen Anruf von Eurotransplant. In der Vermittlungsstelle im
niederländischen Leiden wird der internationale Austausch von
Spenderorganen koordiniert. Sobald beispielsweise eine Niere bereit
steht, fängt das Punktezählen an: für die passende Blutgruppe, für die
Übereinstimmung bestimmter Gewebemerkmale, für das Alter, die Wartezeit
und den Wohnort des Empfängers und für die Dringlichkeit der
Transplantation. Wer die höchste Punktzahl hat, ist der „Gewinner“ und
bekommt das Organ. Quarks & Co zeigt, wie die „Nierenlotterie
funktioniert.

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