Organspender verzweifelt gesucht

Gerda Schaible lebt seit drei Jahren mit einer neuen Niere. Foto: Achim Zweygarth

Sieben bis neun Jahre warten die Patienten im Schnitt auf eine neue Niere. „Als ich vor 20 Jahren als Transplantationsbeauftragter im Klinikum angefangen habe, waren es noch drei bis vier Jahre“, erinnert sich Martin Kalus. Der Transplantationskoordinator hat das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen: „Bei der Bereitschaft zur Organspende ist Deutschland innerhalb Europas eines der Schlusslichter, und in Deutschland trägt Baden-Württemberg die rote Laterne.“ Von einer Million Einwohner sind in Baden-Württemberg 15 bereit, ein Organ zu spenden, im Bundesschnitt sind es 16. In den ostdeutschen Bundesländern sieht es besser aus: Dort kommen auf eine Million Einwohner 20 bis 25 Spender – genauso viele wie in Belgien und Österreich, den Ländern also, die ein Widerspruchsverfahren eingeführt haben. Wer dort seine Organe nicht spenden will, muss sich in ein Gesundheitsregister eintragen lassen. Ein solches Verfahren fordert Kalus für Deutschland zwar nicht mehr, dafür aber bessere Aufklärung. „Zumindest einmal im Leben sollten sich die Menschen Gedanken darüber machen müssen, ob sie bereit sind, Organe zu spenden. Stattdessen wird der Tod ausgeblendet.“

Der ganze Artikel der Stuttgarter Zeitung  vom 19.05.2011 als PDF

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