TV TIPP 13. September 2011 – Programm – ARTE

Programm – ARTE


Auf Leben und Tod

Der Themenabend folgt den Spuren des internationalen Organhandels und wirft vor diesem Hintergrund einen Blick auf die Nachfrage nach Organen und die Akzeptanz von Organspenden in Europa.

SWR © SWR

Dienstag, 13. September 2011 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
21.09.2011 um 02:10
29.09.2011 um 10:05
Auf Leben und Tod
(Deutschland, 102mn)
SWR

Dürfen menschliche Organe vermarktet werden? Ob Herzen, Nieren oder Lebern – zur Transplantation freigegebene Organe können Leben retten. Aber es gibt zu wenige freiwillige Spender. So entsteht ein grauer Markt, auf dem vor allem Spendernieren aus armen Regionen der Welt gehandelt werden und von dem skrupellose Zwischenhändler profitieren. Der Themenabend folgt den Spuren des internationalen Organhandels und wirft vor diesem Hintergrund einen Blick auf die Nachfrage nach Organen und die Akzeptanz von Organspenden in Europa. Außerdem zeigt er Möglichkeiten auf, die aktuelle Situation im Hinblick auf den Organmangel zu verbessern.
In einer Studie des Europarates heißt es, dass bis zu 30 Prozent der Patienten, die in Europa auf der Warteliste für eine neue Niere, ein neues Herz oder eine neue Leber stehen, sterben müssen, weil sie nicht rechtzeitig mit einem Spenderorgan versorgt werden können. In der EU ist der freie Handel mit Organen gesetzlich verboten. In Ländern wie Indien hat sich allerdings ein regelrechter Transplantations-Tourismus entwickelt. Patienten reisen dorthin und kaufen für viel Geld ein lebensrettendes Organ. 2004 forderte die Weltgesundheitsorganisation ihre Mitgliedstaaten dazu auf, Maßnahmen gegen den Transplantations-Tourismus zu ergreifen. Im Frühjahr 2008 unterzeichneten Vertreter aus 78 Ländern eine gemeinsame Erklärung gegen Organhandel. Doch wie viel ist dieses Papier wert? Was passiert tatsächlich, um der Organ-Mafia, die sich inzwischen entwickelt hat, das Handwerk zu legen?
Zugleich werden seriöse Forderungen laut, den Organhandel zu legalisieren. Ein geregelter, legaler Organmarkt schütze den Spender und entziehe der Organ-Mafia die Geschäftsgrundlage, heißt es. Sicher ist jedenfalls, dass der weltweite, illegale Organhandel gravierende ethische und juristische Fragen aufwirft. Die Situation spitzt sich eher zu, weil der medizinische Fortschritt und die steigende Lebenserwartung zu noch größerer Nachfrage nach Spenderorganen führen.
Dabei ist die Situation in Europa durchaus von Land zu Land unterschiedlich. Spanien beispielsweise schafft es, aufgrund eines ganzen Bündels von Maßnahmen viel mehr freiwillige Spender zu bekommen, als etwa Deutschland. Der Themenabend fragt auch nach den Gründen für diese Entwicklung.
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