Pfleger unter Dauerstress

In den letzten 10 Jahren wurde jede 7. Pflegestelle gestrichen, gleichzeitig wuchs das Patientenaufkommen um ein Drittel. Ein Stressberuf mit schlechter Bezahlung (Gehaltsabrechnung als PDF) bei geringer gesellschaftlicher Anerkennung.


Eine Zeitbome tickt, die die Gesundheit unserer Gesellschaft gefährdet.
Video Teil 2 und Teil 3
Beitrag der Reihe „37 Grad“ vom 2011.
Notarzt und Pfleger Michael Sturm sind im Laufschritt unterwegs. Ausgerüstet mit Defibrilator, Sauerstoff und Medikamenten schiebt Michael Sturm die Krisenpatientin erst zur Computertomographie und dann direkt in den OP. Rettung in letzter Sekunde. Mehrmals täglich hat der 32-jährige hochspezialisierte Pfleger solche Noteinsätze neben seinem normalen Dienst auf der Intensivstation des Herzzentrums in Bad Krozingen. Acht Stunden täglich leistet er mit seiner Erfahrung und seinem medizinischen Spezialwissen konzentrierte Höchstleistung.
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: Julian geht es schlecht, sein Blutdruck steigt, ihm wird schwindlig, die ganze Station rennt. Julian ist vier Jahre alt, er erhält gerade seine vierte Chemotherapie. Julian leidet an Leukämie. Schwester Rike ist die erste am Bett, sie beruhigt die Mutter, hilft Julian liebevoll sich aufzusetzen, misst noch einmal den Blutdruck. Die Ärzte eilen dazu. Doch Julian erholt sich schnell wieder. Der kleine Junge ist eines von 20 krebskranken Kindern auf dieser Station, die die Hilfe von Schwester Rike brauchen. Da müssen Schmerzen gelindert, Tränen getrocknet werden. Die kleinen Patienten brauchen mehr Zuwendung, aber dafür bleibt immer weniger Zeit. Innerhalb der letzten zehn Jahre wurde jeder siebte Arbeitsplatz im Pflegedienst gestrichen. 30 Prozent mehr Patienten und gut zehn Prozent weniger Personal. Eine halbe Million Menschen sind täglich im Einsatz für das Wohl der Patienten hart an der Grenze ihrer Belastungsfähigkeit. Der Durchschnittsverdienst im Pflegeberuf liegt in Deutschland bei 1300 Euro. Allein 2007 haben die Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern über eine Million Überstunden angesammelt. Freizeitabgeltung, mehr Geld – die Krankenhäuser können beides in der Regel kaum anbieten. In der 37º-Sendung geben Krankenpfleger Einblick, wie es ihnen gelingt, ihren Arbeitsalltag in Zeiten wachsender Gesundheitskosten und leerer Kassen zu meistern.“

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Video Teil 2


Video Teil 3

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