Organspende: Ja, nein, vielleicht

Facebook führt neue Funktion zur Willensäußerung über Organspende in Deutschland ein

Frankfurt am Main, 1. November 2012. Pünktlich zum Inkrafttreten der Entscheidungslösung ab 1. November können die Menschen auf Facebook nun auch in Deutschland ihre Entscheidung zur Organspende in ihrer Chronik eintragen und dies ihren Freunden mitteilen. In den USA und Kanada wurde diese Kommunikationsfunktion bereits im Mai eingeführt und hat dort zu einem merklichen Anstieg der Spendebereitschaft geführt. Sie soll nun auch auf weitere Länder ausgeweitet werden. Die neue Funktion hat zum Ziel, mehr Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen und sie zu motivieren, sich auch mit Freunden und Familie auszutauschen.

v.l.n.r. Eva-Maria Kirschsieper (Facebook Deutschland), Frank-Walter Steinmeier (SPD-Fraktionsvorsitzender) und Prof. Dr. Günter Kirste (Vorstand DSO) / © Facebook

Die neue Facebook-Funktion unterstützt damit die Entscheidungslösung, bei der es darum geht, dass sich jeder zumindest einmal im Leben mit dem Thema beschäftigt und eine Entscheidung trifft. „Die Funktion zur Willensäußerung auf Facebook kann für viele Menschen ein zusätzlicher Anstoß sein, über Organspende nachzudenken“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier. „Informieren – überlegen – entscheiden: Darauf kommt es an. Denn die Entscheidung zur Organspende gehört ins Leben und sollte nicht nach dem Tod den Angehörigen aufgebürdet werden“, so Steinmeier. Und diese Entscheidung kann für die 12.000 Patienten auf der Warteliste überlebenswichtig sein, denn jeden Tag sterben im Durchschnitt drei Menschen, denen nicht rechtzeitig mit einer Organspende geholfen werden konnte.

Auch Prof. Dr. Günter Kirste, Vorstand der FÜRS LEBEN-Stiftung, sieht die Einführung der Funktion als Chance: „Rund 80 Prozent der Deutschen haben keinen Organspendeausweis und sind noch unentschieden. Alle Anstöße können helfen, dass sich das ändert“, erklärt er. „Die Äußerung auf Facebook soll den Organspendeausweis nicht ersetzen. Sie könnte für die Familie im Falle des Falles aber eine Entscheidungshilfe sein, falls der Verstorbene sich zu Lebzeiten nicht geäußert hat“, fügt Kirste hinzu. Gerade in der aktuellen Situation, in der die Verunsicherung der Menschen durch die Manipulationsvorwürfe an einzelnen Transplantationszentren groß sei, solle man sich trotzdem möglichst vorurteilsfrei über Organspende informieren und eine Entscheidung treffen.

„Wir freuen uns, diese neue Kommunikationsfunktion jetzt auch den Menschen in Deutschland zu ermöglichen. Durch unsere Reichweite möchten wir unseren Teil dazu beitragen, dieses so wichtige Thema immer wieder in Erinnerung zu bringen und die Menschen auf Facebook davon überzeugen, dass es notwendig ist, sich über Organspenden Gedanken zu machen. Diskussionen anzustoßen, den Menschen die Möglichkeit zu geben, Ideen und Gedanken zu teilen, ist Teil des Leitbildes von Facebook. Wir freuen uns sehr, dass die FÜRS LEBEN-Stiftung unser Partner bei diesem wichtigem Thema ist und wir gemeinsam die Möglichkeiten von Social Media für die gute Sache nutzen können“, erklärt Dr. Gunnar Bender, Director Public Policy von Facebook in Deutschland.

Anders als zum Beispiel in den USA gibt es in Deutschland keine Registrierung von Organspendern. Der Eintrag auf Facebook bedeutet deshalb auch keinen offiziellen Eintrag in eine Kartei. Es empfiehlt sich darum, zusätzlich zu einer Angabe des Organspendestatus auf Facebook, einen Organspendeausweis auszufüllen und mit seiner Familie über die Entscheidung zu sprechen. Es ist freiwillig, ob man sich auf Facebook zur Organspende äußern will. Ob die Willensbekundung für alle Facebook-Freunde sichtbar ist oder nicht, hängt von den Kontoeinstellungen ab und kann frei gewählt werden.

Informationen zur Organspende gibt es unter www.fuers-leben.de und auf www.facebook.com/FuersLebenFuerOrganspende

Informationen zur neuen Facebook-Funktion gibt es unter http://www.fuers-leben.de/informieren/faqs/fragen-zum-organspende-status-bei-facebook.html

Bildunterschrift: v.l.n.r. Eva-Maria Kirschsieper (Facebook Deutschland), Frank-Walter Steinmeier (SPD-Fraktionsvorsitzender) und Prof. Dr. Günter Kirste (Vorstand DSO) / © Facebook

Die Stiftung FÜRS LEBEN

Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Akzeptanz und das Ansehen der Organspende in Deutschland zu steigern und damit gleichzeitig die Spendebereitschaft zu erhöhen. Um dies zu erreichen, setzt die Stiftung FÜRS LEBEN auf eine breite und langfristig angelegte Aufklärungskampagne, die die Menschen emotional berührt und die Erfolge der Transplantationsmedizin erlebbar macht. Die Initiative FÜRS LEBEN. FÜR ORGANSPENDE. wurde 2008 von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gegründet und 2009 in eine Stiftung unter Treuhandschaft der DSO überführt.

Ansprechpartnerinnen:
Birgit Blome, Bereichsleiterin Kommunikation,
Christine Gehringer, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Stiftung Organtransplantation
Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: + 49 69 677 328 9400 oder -9415, Fax: + 49 69 677 328 9409
www.fuers-leben.de

Ansprechpartner Facebook:
Tina Kulow
Corporate Communications
E-Mail: tinakulow@fb.com
Tel. +49 40 8080 76 473

Quelle: Pressemitteilung der DSO

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