Who cares? Geschichte und Alltag der Krankenpflege

Krankenpflege – Einblicke in ein Berufsfeld
Ab dem 1. Mai 2013 zeigt das Museum der Arbeit die Ausstellung „Who Cares? Geschichte und Alltag der Krankenpflege“. Die Ausstellung greift ein aktuelles Thema auf: Die Zukunft der Pflegeberufe in Deutschland ist eines der meist diskutierten gesundheitspolitischen Themen dieser Tage, vor allem auch mit Blick auf die demographische Entwicklung. Der Bedarf nach Pflege und nach Pflegekräften in Krankenhäusern, aber auch in der Altenpflege steigt. „Who cares?“ zeigt die Geschichte der Krankenpflege seit dem 19. Jahrhundert und gibt einen näheren Einblick in die Herausbildung und die alltägliche Arbeit desjenigen Berufsstandes, der heute mit seinen über vier Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine tragende Säule des Gesundheitswesens darstellt.
Die Ausstellung ermöglicht eine geschichtliche Sicht auf das Thema Krankenpflege, sie zeigt interessante Einblicke in die lange und verzweigte Entwicklung der stationären Krankenpflege. Zum Teil erstmals ausgestellte Fotos und Objekte veranschaulichen Aspekte der Krankenpflege ab 1800, der Kriegskrankenpflege oder der Krankenpflege in den beiden deutschen Staaten.
„Who Cares?“ zeigt den Alltag der Krankenpflege und führt die Besucher auf Station: Sichtbar werden Pflegemaßnahmen wie ein Verbandswechsel oder die Darreichung von Medikamenten, aber auch grundsätzliche Hilfestellungen wie beispielsweise die Körperpflege und Ernährung. Daneben wird deutlich, wie wichtig die menschliche Zuwendung des Pflegepersonals zum Patienten in einem zunehmend technisierten Umfeld ist.
Das Besondere dieser Ausstellung besteht darin, dass sie die Geschichte mit der Gegenwart des stationären pflegerischen Alltags kontrastiert. Die Praxis der Pflegenden zeichnet sich durch eine Vielfalt gleichzeitiger Herausforderungen aus: Pflegekräfte unterstützen ihre Patienten, leiten sie an, mobilisieren sie. Sie planen und führen eine individuelle und ganzheitliche Pflege durch, die dokumentiert und ausgewertet wird. Pflegekräfte sind unentbehrlich im OP, in der Anästhesie, der Hygiene oder im Case-Management. Sie begleiten Patienten am Ende ihres Lebens. Pflegende bleiben auch in Zeiten zunehmender Arbeitsverdichtung erster Ansprechpartner für die Patienten und werden regelmäßig mit Grenzerfahrungen konfrontiert.

Bild: Schwesternspeisezimmer an der Charité um 1900/BMM der Charité/ Museum der Arbeit Hamburg

Quelle: Museum der Arbeit / Home › Ausstellungen › Sonderausstellungen
Ausstellung vom 1.Mai bis 15. September 2013

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