Organspende: Vom Tod auf der Warteliste – Pforzheimer Zeitung

Ötisheim. Der Lions Club Mühlacker beschäftigt sich mit dem Thema Organspende. Referent Martin Kalus rät dazu, in den Familien offen darüber zu sprechen.
Heikles gesellschaftliches Thema: Martin Kalus warb beim Lions Club Mühlacker
gemeinsam mit der Präsidentin Isabelle Ziegler für die Organspende. Foto: Privat
Es sei schwierig, einen Menschen über längere Zeit hinweg zu dialysieren“, sagt Martin Kalus. Ein Ausweg für den Betroffenen wäre eine Spenderniere. Doch gespendete Organe sind in Deutschland knapp. Immer weniger Deutsche sind bereit, ein Organ zu spenden, wie der Transplantationskoordinator im Gespräch mit dem Lions Club Mühlacker mitteilte.

„Die Bereitschaft zu spenden wird immer geringer, die Wartelisten immer länger“, stellt Kalus beim Clubabend des Lions Clubs im Gasthaus „Sternenschanz“ in Ötisheim fest. Ende vergangenen Jahres warteten demnach bundesweit 7645 Menschen auf eine Spenderniere, auf ein Herz 972 und eine Leber 1814 Patienten.
Bis zu zehn Jahre beträgt die Wartezeit für Betroffene, die eine Spenderniere benötigen. Für manch einen Betroffenen ist das zu lang und Kalus spricht gar vom „Tod auf der Warteliste.“ Auf eine Million Einwohner kommen nach seinen Informationen in Deutschland 13 Organspender. In Spanien beispielsweise seien es 34 Menschen. „In Deutschland tut sich im Grunde seit Jahren nichts.“ Den Transplantationsskandal sieht er nur als eine Ursache von vielen: „Es ist ein gesellschaftliches Thema.“ Nichtsdestotrotz ist der Experte vom Katharinenhospital in Stuttgart seit Jahren unterwegs, um aufzuklären. Auf Einladung der Lions-Präsidentin Isabelle Ziegler erklärt der gelernte Krankenpfleger detailliert, wann eine Organspende überhaupt möglich ist. Er macht deutlich, dass es längst nicht das klassische Unfallopfer ist, dessen Organe einem anderen Menschen das Leben retten.
„Der Hirntod ist die Voraussetzung für eine Organspende“, klärt Kalus auf und erläutert, mit Hilfe welcher Tests und Untersuchungen dieser Hirntod zweifellos festgestellt wird. Im Rahmen der Hirntod–Diagnostik untersuchten zwei Ärzte unabhängig voneinander, ob der Mensch „unwiederbringlich tot“ ist.
Mehr zu diesem Thema in der Printausgabe der PZ.
Autor: pm

Quelle:
Organspende: Vom Tod auf der Warteliste – Pforzheimer Zeitung online – Aktuelle Nachrichten aus Pforzheim und dem Enzkreis – Pforzheimer Zeitung

ebenfalls auch Mühlacker Tagblatt

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