Patientenverfügung und Organspende schließen sich nicht aus

Die Überschrift vom bei ZEIT ONLINE lautet aber anders:

Patientenverfügungen sind häufig unbrauchbar

Ein Operationsteam während einer OP | © Friso Gentsch/dpa

Ich rate zu einer klaren Formulierung in der Patientenverfügung. Eine mögliche Formulierung wäre beispielsweise diese:

•    Ich stimme einer Entnahme meiner Organe nach meinem Tod zu Transplantationszwecken zu  (ggf.: Ich habe einen Organspendeausweis ausgefüllt). Komme ich nach ärztlicher Beurteilung bei einem sich abzeichnenden Hirntod als Organspender in Betracht und müssen dafür ärztliche Maßnahmen durchgeführt werden, die ich in meiner Patientenverfügung ausgeschlossen habe, dann (Alternativen)
–    geht die von mir erklärte Bereitschaft zur Organspende vor.
–    gehen die Bestimmungen in meiner Patientenverfügung vor.

oder

•    Ich lehne eine Entnahme meiner Organe nach meinem Tod zu Transplantationszwecken ab.

Das Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz stellt in einem Dokument Textbausteine aus der Broschüre
„Patientenverfügung“ als Word-Datei zur Verfügung. Siehe dort Punkt 2.9 Organspende

Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass ein Laie keine Entscheidung über eine Organspende treffen kann. Er muss sich zuvor umfangreich informieren, z. B. durch einen Organspendevortrag mit der Möglichkeit auch Fragen zu stellen. Eine Informationsbroschüre oder ein Flyer der Krankenkasse kann dies nicht leisten.

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