„Nicht transplantabel“: Münchner Nierenpatientin verklagt Uniklinikum

Weil das Münchner Uniklinikum eine schwerkranke Frau von der Transplantationsliste gestrichen hat, klagt die Stiftung Patientenschutz. Am Donnerstag (26.06.14) kommt der Fall vors Münchner Verwaltungsgericht.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht eine schwer nierenkranke Frau. Sie ist seit zwölf Jahren auf die Dialyse angewiesen und war jahrelang Patientin in München. Weil sie immer kränker wurde, wollte ihr Ehemann ihr eine seiner Nieren spenden. Die Ärzte im Transplantationszentrum des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität in Großhadern nahmen auch Blutproben der beiden. Doch dann erklärte ein leitender Arzt den Eheleuten überraschenderweise, dass er eine Nierenspende in diesem Fall grundsätzlich ablehne. Die Patientin habe auch so wegen ihrer langen Wartezeit gute Chancen auf eine Niere.

Arzt von LMU weigert sich, die Schwerkranke zu behandeln

Schließlich erfuhr der Ehemann, dass die Blutproben gar nicht untersucht wurden, weil die Klinik die Lebendspende ablehnte. Er bemühte sich weiter um Aufklärung. Der zuständige Arzt aber fühlte sich bedroht und weigerte sich daraufhin, die Frau weiter zu behandeln – und meldete sie europaweit als „nicht transplantabel“. Das sei rechtswidrig gewesen, findet die Klägerin. Die Patientin hätte ihrer Ansicht nach nicht von der Warteliste zur Nierentransplantation gestrichen werden dürfen.

Quelle: „Nicht transplantabel“: Münchner Nierenpatientin verklagt Uniklinikum | Oberbayern | Nachrichten | BR.de.

 

 

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