Fehlerhafte Hirntoddiagnostik?

Die Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung berichtet am 11.01.15 von einer Organentnahme die in Norddeutschland durchgeführt werden sollte. Demnach bemerkte einer der Chirurgen kurz nach Beginn der Operation, „dass der Spender womöglich gar nicht tot war“. Ob dabei möglicherweise während der Operation z. B. ein Formfehler im Hirntodprotokoll entdeckt wurde geht aus dem Artikel nicht hervor.

Dieser Vorfall, der sich Anfang Dezember 2014 in einem Krankenhaus im Raum Bremen/Bremerhaven zugetragen haben soll, wurde der Süddeutschen Zeitung von „Insidern“ zugetragen. Mitarbeiter der Deutschen Stiftung Organtransplantation haben den Fall der Prüfungs- und Überwachungskommission, die bei der Bundesärztekammer angesiedelt ist, gemeldet. Diese will sich am heutigen Montag mit Thema Hirntoddiagnotik befassen. Angeblich gibt es auch weitere ähnlich Fälle.

Der kürzlich verstorbene Neurologe Hermann Deutschmann und der Chirurg Gundolf Gubernatis fordern seit Jahren ein Zusatzqualifikation für Ärzten die den Hirntod feststellen sollen. Mehr dazu u.a. in diesem 3sat Beitrag der auch in der Mediathek zu finden ist.

Schlamperei bei der Dokumentation, deshalb sei die Organentnahme abgebrochen worden. So ist in diesem Artikel von Radio Bremen zu lesen. Das Klinikum Reinkenheide weist in einem Interview mit Radio Bremen ein verschulden seiner Ärzte zurück.

Statement der Prüfungs- und der Überwachungskommission zur Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung über eine vermeintlich zweifelhafte Hirntoddiagnostik in einem norddeutschen Krankenhaus vom 12.01.2015.

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