Selbst ein Organ spenden? – Studienteilnehmer gesucht

Studie „Ich möchte lieber nicht“ erforscht die Beweggründe für Skepsis und Unentschiedenheit gegenüber Organspende. Gesucht werden Teilnehmer für Interviews und Gruppendiskussionen. Projekt gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). 

(umg) Organtransplantationen gehören zur medizinischen Versorgung in Deutschland. Umfragen ergeben jedoch, dass weniger als 20 Prozent der Bevölkerung einen Organspendeausweis besitzen. Worin liegen die Ursachen für diese geringe Anzahl? Warum haben viele Menschen keinen Organspendeausweis? Warum entscheiden sie sich gegen eine Spende? Mit diesen Fragen befasst sich ein interdisziplinäres Forscherteam mit Experten aus dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit insgesamt 400.000 Euro über zwei Jahre gefördert.

Von besonderem Interesse ist für die Forscher dabei die Meinung derer, die in Bezug auf eine Organspende unsicher oder unentschieden sind: Welche Gründe oder Motive, welche Sorgen oder Befürchtungen stehen dahinter? Welche Informationen und Regelungen werden gewünscht? Um den Umgang mit den Themen Organspende und Organtransplantation zu untersuchen, führt das Forschungsteam Gespräche mit Einzelnen und in Gruppen.

Für die Studie werden Personen gesucht, die keinen Organspendeausweis für eine Transplantation nach dem Tod besitzen wollen oder die hierzu unentschieden sind. Außerdem sollen Personen befragt werden, die sich als Angehörige gegen eine post-mortale bzw. Lebendorganspende entschieden haben oder kein gespendetes Organ haben möchten.

Interessierte können sich anmelden unter: www.soziologie.phil.uni-erlangen.de/webform/anmeldebogen-studie-organtransplantation oder per Email an larissa.pfaller@fau.de. Die Interviews finden statt am Freitag, dem 10. April 2015, im Seminarraum des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin (Humboldtallee 36, Erdgeschoss).

„Wir wollen die tiefer liegenden persönlichen Motive verstehen, die hinter der Skepsis oder der Unentschiedenheit stehen“, sagt Prof. Dr. Silke Schicktanz vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG. „Da der Entschluss, keine Organe spenden zu wollen, Ausdruck tief verankerter moralischer Überzeugungen sein kann, täten Gesellschaften gut daran, die Motivationen besser zu verstehen, die diesen zugrunde liegen“, sagt Prof. Dr. Frank Adloff vom Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen – Georg-August-Universität
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Lena Solveig Hansen, M.A., Telefon 0551 / 39-9316
Humboldtallee 36, 37073 Göttingen
solveig-lena.hansen@medizin.uni-goettingen.de
http://www.egm.med.uni-goettingen.de

Quelle: Universitätsmedizin Göttingen – Presseinformation.

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