Überflüssige Behandlungen und das ökonomisierte Krankenhaus, Thema bei SWR1 Baden-Württemberg | SWR.de

Gast (live): Prof. Ulrich Hildebrandt, Chirurg und ehemaliger Krankenhaus-Chefarzt. Beklagt überflüssige Behandlungen und das ökonomisierte Krankenhaus.

Ulrich Hildebrandt hat sein Leben lang als Chirurg gearbeitet und kennt die Wirklichkeit in Krankenhäusern. Er beklagt schlecht bezahltes Personal, Hygienemängel und Profit auf Kosten der Gesundheit. Viele Behandlungen und Operationen sind überflüssig. Denn im Krankenhaus geht es ums Geldverdienen. Sein Tipp: Wer unbedingt rein muss, sollte sich vorher gut informieren und niemals blind vertrauen. Oder besser: „Werden Sie erst gar nicht krank“.

Quelle: Hildebrandt, Prof. Ulrich (Chirurg und ehemaliger Krankenhaus-Chefarzt. Beklagt überflüssige Behandlungen und das ökonomisierte Krankenhaus) | Programm | SWR1 Baden-Württemberg | SWR.de

OP gelungen – Patient tot

Gefährliche neue Keime, gegen die kein Antibiotikum hilft: Pro Jahr infizieren sich gut eine Million Patienten in Deutschland. Bis zu 40.000 sterben daran. Der Blick hinter die Kulissen unserer Kliniken zeigt ein erschreckendes Bild.

Quelle: OP gelungen – Patient tot – Reportage & Dokumentation – ARD | Das Erste | Video verfügbar bis 14.03.2017

Nach Transplantationsskandal neue Systemlücke aufgetaucht


Aus persönlichem Gewinnstreben sollen zwei Ärzte aus Nordrhein-Westfalen Dialysepatienten nicht zur Transplantation angemeldet haben.

Dies haben mehrere Patienten bei der Staatsanwaltschaft Dortmund zur Anzeige gebracht.

Hintergrund des Vorwurfs: Ein Patient, dem eine neue Niere transplantiert wird, ist als Dialysepatient für die Praxis – und damit als lukrative Einnahmequelle – verloren.

Quelle: Nach Transplantationsskandal neue Systemlücke aufgetaucht | Das Erste

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Anmerkung:

Drama Organspende

TV-Tipp: Montag, 22. September 2014, 22:00 bis 22:45 Uhr im NDR-Fernsehen

Jasmin wartet auf ein Spenderherz. Seit mehr als zwei Jahren steht die 14-Jährige auf der Warteliste. Für ein Mädchen, dem die Ärzte schon kurz nach der Geburt wegen eines schweren Herzfehlers nur wenig Überlebenschancen gaben, ist 14 ziemlich alt. Doch die Zahl der Organspender in Deutschland sinkt immer weiter. Ist daran der sogenannte Organspende-Skandal schuld, bei dem ein Arzt an einer Göttinger Klinik Patientendaten manipuliert haben soll? Oder ist dieser Skandal nur ein Symptom für ein völlig intransparentes System, weshalb Kritiker Deutschland als „Entwicklungsland“ in Sachen Organspende bezeichnen?

Das deutsche Organspendesystem ist selbst ein Notfall

Das Leben des 14-jährigen Mädchens und seiner Eltern ist der rote Faden in dem Film, der auch den Gerichtsprozess in Göttingen begleitet, bei dem sich der Transplantationschirurg verantworten muss, weil er Patientendaten manipuliert haben soll, um dadurch schneller an eine Spenderleber zu kommen. Der Fall hat deutlich gemacht, dass bei näherer Betrachtung das deutsche Organspendesystem selbst ein Notfall ist. Die Dokumentation zeigt, dass Politiker, Ärztefunktionäre, Transplantationsmediziner, Juristen und Ethiker sich uneins darüber sind, was und wie daran etwas verbessert werden muss.

Tiefstand für Organspende-Bereitschaft erwartet

Die Zahlen sind beängstigend: Im Jahr 2013 gab es nur noch 876 Personen, denen Organe entnommen wurden, 170 weniger als 2012. Für dieses Jahr, 2014, wird ein neuer Tiefstand erwartet. Für mehr als 11.000 Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, bedeutet das eine Gratwanderung zwischen Leben und Tod. Jeden Tag sterben drei Menschen, die auf der Warteliste einer Organspende stehen.

Jasmin trägt einen Herzschrittmacher und hat zahlreiche Operationen, Kontrolluntersuchungen und Klinikaufenthalte durchgestanden. Sie trägt einen Herzschrittmacher. Viele Dinge darf sie wegen ihres kranken Herzens nicht machen, sei es in der Schule oder auch in der Freizeit. Ein Jahr lang haben der mehrfach ausgezeichnete Autor Michael Heuer und sein Filmteam die 14-jährige Jasmin E. und ihre Familie aus Gleidingen bei Hannover begleitet. Lachen und Weinen, Hoffen und Bangen und immer wieder Warten. Was läuft schief im System? Wer trägt dafür die Verantwortung? Und die Frage: Wie lange kann Jasmin E., die auf der Warteliste für ein Spenderorgan steht, überleben?

Weitere Informationen

Wiederholungen in EinsPlus und 365 Tage in der Mediathek

Streit um Organe für Alkoholiker – Was wirklich hinter dem Transplantationsskandal steckt!

Streit um Organe für Alkoholiker – Was wirklich hinter dem Transplantationsskandal steckt!
Beitrag vom 18.09.2014 | 09:34 min | in der Mediathek. Verfügbar bis 18.09.2015 | Rundfunk Berlin-Brandenburg

Der Transplantationsskandal hat Schlagzeilen gemacht: Skrupellose und korrupte Ärzte, so die Vermutung. Staatsanwälte ermitteln wegen fahrlässiger Tötung. Organspenden gingen drastisch zurück. Doch hinter den Schlagzeilen steckt ein ethischer Grundkonflikt: Unter welchen Voraussetzungen haben Alkoholiker Anspruch auf eine Lebertransplantation? Weiterlesen