Überflüssige Behandlungen und das ökonomisierte Krankenhaus, Thema bei SWR1 Baden-Württemberg | SWR.de

Gast (live): Prof. Ulrich Hildebrandt, Chirurg und ehemaliger Krankenhaus-Chefarzt. Beklagt überflüssige Behandlungen und das ökonomisierte Krankenhaus.

Ulrich Hildebrandt hat sein Leben lang als Chirurg gearbeitet und kennt die Wirklichkeit in Krankenhäusern. Er beklagt schlecht bezahltes Personal, Hygienemängel und Profit auf Kosten der Gesundheit. Viele Behandlungen und Operationen sind überflüssig. Denn im Krankenhaus geht es ums Geldverdienen. Sein Tipp: Wer unbedingt rein muss, sollte sich vorher gut informieren und niemals blind vertrauen. Oder besser: „Werden Sie erst gar nicht krank“.

Quelle: Hildebrandt, Prof. Ulrich (Chirurg und ehemaliger Krankenhaus-Chefarzt. Beklagt überflüssige Behandlungen und das ökonomisierte Krankenhaus) | Programm | SWR1 Baden-Württemberg | SWR.de

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OP gelungen – Patient tot

Gefährliche neue Keime, gegen die kein Antibiotikum hilft: Pro Jahr infizieren sich gut eine Million Patienten in Deutschland. Bis zu 40.000 sterben daran. Der Blick hinter die Kulissen unserer Kliniken zeigt ein erschreckendes Bild.

Quelle: OP gelungen – Patient tot – Reportage & Dokumentation – ARD | Das Erste | Video verfügbar bis 14.03.2017

"Wir brauchen einen regulierten Markt für Organe"

Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender

Ökonom Oberender plädiert für Legalisierung der Organspende gegen Geld

Der Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Bayreuth, Peter Oberender, hat sich dafür ausgesprochen, den Verkauf von menschlichen Organen in geregelter Form zu erlauben.

Dies sei nötig, um den Menschen zu helfen, die ein Spenderorgan zum Überleben brauchten, sagte Oberender am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Er begrüßte Initiativen in einigen Bundesländern, die durch eine bessere Aufklärung in den Krankenhäusern die Zahl der Organspender erhöhen sollen. Dies allein reiche aber nicht aus, so der Volkswirtschaftler. „Man muss mehrere Wege gehen.“ Er verwies dabei auch auf die Lage der potenziellen Verkäufer von Organen: „Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben.“

Laut Oberender gibt es bereits jetzt in Ländern wie Indien einen „grauen Markt“, wobei 80 Prozent der Spender aufgrund mangelhafter Nachsorge stürben. Um dies zu ändern, müsse ein geregelter Markt geschaffen werden, bei dem „ähnlich der Börse“ festgelegt werde, wer zum Handel zugelassen sei und wer Organe entnehmen dürfe. Außerdem müssten die Organspender selbst abgesichert werden, betonte Oberender. So müsste der Käufer eines Organs „entsprechende Versicherungen abschließen (…) für den Fall, dass bei dem Spender eine Situation eintritt, dass er selbst ein Ersatzorgan braucht.“ Der Volkswirtschaftsprofessor räumte ein, dass der Organhandel nicht sofort freigegeben werden, sondern nur allmählich eingeführt werden könne.

Quelle: „Wir brauchen einen regulierten Markt für Organe“ – Ökonom Oberender plädiert für Legalisierung der | Thema | Deutschlandradio Kultur